Lust auf Lebensart

Sie haben Lust auf Lebensart? Wir haben Schönes für Sie.

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Magazin Juni 19

Liebe Leserinnen,

die Mode und ihre Geschichte: Manch nennenswerte Aspekte und spannende Hintergründe umwabern die Mode. Genau aus diesem Grund möchten wir uns heute einem ganz besonderen Kleidungstück widmen - dem Hemd. Das Hemd im engeren Sinne ist Bestandteil typischer Herrenbekleidung. Es findet sich aber im weiteren Sinne auch als luftiges Bekleidungsstück für die Damen.

Per Definition ist ein Hemd ganz simpel als zusammengenähtes Stück Stoff mit Öffnungen für den Kopf und die Arme beschrieben. Betrachtet man den Begriff noch weiter kann natürlich auch ein Nachthemd oder Unterhemd genannt werden.
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Woher kommt der Begriff?
Die Vokabel „Hemd“ stammt von dem althochdeutschen Wort „Hemedi“ ab, welches übersetzt „Haut“ bedeutet. Schon vor 5000 Jahre trugen die Ägypter ein hemdartiges Gewand. Diese zweite Haut war aber sehr weit geschnitten und bodenlang. Um 1000 vor Christus trugen die Hebräerinnen ebenso ein langes, weißes Schlupfhemd aus Leinen.

Im Mittelalter diente das Hemd vor allem als Unterhemd. Das Unterkleid wurde oft mit einem Schlitz an der Kopföffnung versehen, welches das Anziehen ungemein erleichterte. Die Version ohne Arme kam später dazu.
Im 18. Jahrhundert wurden Hemden dann erstmals auch als kurze Oberhemden getragen. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert änderte das Leben vieler Menschen, was sich auch in der Kleidung zeigte. Beispielsweise bedeutete ein hoher Kragen Eleganz. Dieser hohe Kragen erwies sich als unbequem, sodass er in der Mitte umgeknickt wurde – so entstand der heute bekannte Klappkragen. Ca. 1950 entstand dann in den USA das kurzärmelige Hemd, das bei hohen Temperaturen sehr beliebt war. Als ca. 1960 die Anzugweste unmodern wurde, versuchte man mit der eingenähten Brusttasche den fehlenden Platz zu ersetzen.
Ca. ab 1970 tauchte das Hemd so auf, wie wir es heute kennen: Knöpfe entlang der kompletten Vorderseite und körpernah geschnitten.
Viele erinnern sich sicherlich an die 90er Jahre, wo Hemden wieder sehr weit geschnitten wurden. Heute findet man Hemden je nach Verwendungsart in allen Formen, Farben und Schnitten.

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Interessante Fakten

Weiße Weste:
Lange Zeit galt ein reinweißes Hemd als Statussymbol des Herrn, da es anzeigte, dass sich sein Träger nicht mit körperlich anstrengender oder gar schmutziger Arbeit befasste. Weiße Wäsche galt als Statussymbol, die entsprechend zur Schau getragen wurde.

Durchgeknöpft bis zum Hals?
Das durchgeknöpfte Hemd begann erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts sich durchzusetzen. Die alte Form, das sogenannte Schlupfhemd, hat sich bis heute in verschiedenen traditionellen Bereichen gehalten. Sie kennen bestimmt die typischen Fischerhemden oder bayrischen Trachthemden.

Knöpfe rechts oder lieber links?
Ursprünglich wurden alle Knöpfe auf der linken Seite angenäht. In der Renaissance änderte sich das bei der Herrenbekleidung. Der Grund: die adligen Damen ließen sich beim Ankleiden von einer Zofe helfen, und für die Zofen war es so deutlich einfacher. Die Herren erledigten das Zuknöpfen oft selbst.

Hemd zur Nacht?
Im 17. Jahrhundert war das Hemd sehr lang geschnitten und reichte deutlich über den Oberkörper hinaus. Die zu langen Zipfel wurden hochgeschlagen und dienten somit gleichzeitig als Unterhose. Die Länge eignete sich perfekt dazu, es nachts einfach anzulassen... eben als Nachthemd.

Macht er sich in die Hose oder in`s Hemd?
Im späten 19. Jahrhundert wurde eine Person, die viel Angst hatte, mit dem Spruch „er macht sich in`s Hemd“ beschrieben, erst dann wechselte es zu dem heute bekannten Spruch „er macht sich in die Hose“.

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Bei der Hitze aktuell mag man gar nicht viel mehr anziehen als ein "leichtes Hemd" oder ein luftiges Leinenkleid. Wir hoffen, Sie können die Sonne genießen und wünschen Ihnen einen schönen Sommer!


Viele Grüße,

Ihr Team von Lust auf Lebensart